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12 Stunden Buchstabenmuseum



Das Berliner Buchstabenmuseum öffnet erstmals seine Tore und präsentiert am 12. Dezember 2008 für zwölf Stunden die bis heute zusammengetragenen typografischen Objekte und Buchstaben.

Ziel des Buchstabenmuseums in Berlin ist es, die Exponate nach einer angemessenen Sammelphase in repräsentativen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der einzelne Buchstabe soll dabei unabhängig vom Alphabet, wertfrei in historischer, künstlerischer, wie experimenteller Form dokumentiert werden.


Mit Rückblick auf meine Abschlussarbeit ist dieses Projekt natürlich absolut lobens- und erwähnenswert und ich hoffe, dass ich es nächste Woche nach Berlin schaffen werde.

Liebeserklärung



Wer macht den sowas?

Freefonts bei Neo2



Das spanische Lifestyle-Magazin Neo2 glänzt neben seiner tollen Gestaltung auch durch den Zusatz, dass in jeder Ausgabe ein kostenloser Font per Freischaltcode vorgestellt und angeboten wird. Diejenigen, die das Magazin noch nicht kennen und die vergangenen Ausgaben verpasst haben, können nun an dieser Stelle die gesammelten Freefonts herunterladen.

fontastischer Zeitvertreib



Auf der Homepage von Kari Pätilä sayitaintslow kann man bei diesem kurzweiligen Font-Quiz seine Schriftkenntnisse unter Beweis stellen. Zugegebenermaßen lässt sich bei vielen der jeweiligen Multiple-Choice-Antworten der angezeigte Font erahnen, Spaß macht die ganze Sache aber trotzdem. Zudem ist für die nahe Zukunft eine Steigerung im Schwierigkeitsgrad angekündigt.
Beim schnellen Durchklicken bin ich auf 32 von 34 möglichen Punkten gekommen. Viel Erfolg!

Von Tropfenserifen und Elefantenrüsseln



Betrachtet man die Geschichte und Entwicklung von Schrift, so gibt es immer wieder Punkte an denen aufgrund mangelnder technischer Umsetzungsmöglichkeiten nachhaltig in Form und Erscheinung der Buchstaben eingegriffen wurde. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Serife, welche ursprünglich dem Zweck diente, den monumentalen römischen Inschriften einen schönen Strichabschluss zu verleihen. Das Bearbeiten der Oberfläche mit dem Meißel machte es nämlich schwierig, die ursprünglich rechtwinkligen Strichenden ohne auszubrechen herauszuschlagen. Mit der Serife fand man schließlich einen Weg, diese in einer schwungvollen Linie auf die Wand zu übertragen.
Eine ähnliche technische Unzulänglichkeit liegt der Tropfenserife zugrunde. Der Ursprung liegt im Barock, als das Schreiben mit dem Federzug sehr üppige Serifen und Buchstabenenden zuließ. Das »Rollwerk« umrankte dabei fast ornamental die Anfangsbuchstaben, auch Initialen genannt, bis hin zur Ausgestaltung des gesamten Blattes. Diese Form der Serifen fand sich auch an Frakturgroßbuchstaben, wo sie in sich verjüngenden Haarlinie zusammenrollten – den so genannten »Elefantenrüsseln«. Die Tropfenserife geht schließlich auf ein schreiberisches Missgeschick zurück, als bei dem Zeichnen des Elefantenrüssels die Feder auslief und ein großer Farbtropfen die Serife zulaufen ließ.
Vor allem in der späteren Schreibmaschinentechnik fanden die Tropfenserifen aufgrund ihrer robusten Verhaltens besondere Aufmerksamkeit; eine der bekanntesten Tropfenserifenschrift ist die von Joel Kaden und Tony Stan entworfene American Typewriter.

Bildquelle: Barbara Salberg-Steinhardt, Die Schrift – Geschichte, Gestaltung, Anwendung

Parachute Fonts



Die griechische Schriftenschmiede Parachute durfte sich für ihren vielseitigen Fontkatalog schon eine Menge Lob einholen. Um 1999 von Panos Vassiliou gegründet, ist sie heute für ihre vielfältigen Opentype-Familien bekannt.
Eines ihrer größten Mammutprojekte stellt(e) die Entwicklung der Champion Script Pro dar, einem Scriptfont aus zwei Schnitten, welcher mittlerweile ganze 4280 Glyphen zählt. In einer Zeit von circa zweieinhalb Jahren entwickelt, basiert sie auf den Manuskripten des englischen Kalligrafen Joseph Champion aus dem mittleren 18. Jahrhundert.
Diese und weitere interessante Fakten zur Entstehung und Ausarbeitung der Champion kann man nun auf dem neuen Blog von Parachute nachlesen. Sehr empfehlenswert.

kleingedrucktes



Schaut man sich vor allem die unteren Formen der Minuscule an, liegt anfangs die Vermutung nahe, dass man es mit einem der vielen technoiden Displayfonts aus jüngster Vergangenheit zu tun hat – tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall. Die Schriftfamilie des französischen Typografen Thomas Huot-Marchand ist speziell für die Verwendung in kleinen Größen gedacht – je nach Schriftschnitt schrittweise von 6 Punkt (oben) bis hinunter zu 2 Punkt!
Um Schriften in einer solch geringen Größe lesbar zu gestalten, müssen die Buchstaben speziell für die Ausgabegrößen geschnitten werden. Zu Zeiten des Bleisatzes wurden Schriften in verschiedenen, meist wenigen Graden hergestellt. Der Vorteil daran war, dass die Schnitte auf ihre Größe speziell optimiert werden konnten und ein gutes Druckergebnis somit möglich. Im Zeitalter des Computers ist die Entwicklung dagegen so, dass durch die Möglichkeit der Skalierbarkeit von Schriften ihr Einsatzgebiet erweitert wurde, sie aber oft in Größen verwendet werden, für die sie einfach nicht geschaffen wurden. Eine Tendenz zur Gestaltung und Entwicklung von digitalen Schriften für spezielle Ausgabegrößen im Druck ist somit absehbar – in Zukunft wird die Unterscheidung weitaus präziser sein, als die derzeit oft verwendeten Einsatzbereiche für Text und Display.
Um eine Schrift wie die Minuscule zu entwickeln, muss man einige Punkte bei der Charakteristika der Formen beachten: zum einen besitzen Fonts dieser Art eine hohe X-Höhe, wodurch sie optisch weniger kompakt wirken; sehr offen gezeichnete Buchstaben um ein zulaufen der Punzen und Strichkreuzungen im Druck zu vermeiden, robuste (Slab-)Serifen, eine betont vertikale Ausrichtung sowie eine hohe Laufweite, um das Zusammenfließen der Buchstaben beim lesen zu verringern.
Neben der Minuscule gibt es noch Fonts, welche für ähnliche Zwecke konzipiert worden sind. Erwähnenswert in dem Zusammenhang sind die La Formica von Volker Heim und der »MicroText™ Specialty Imaging Font« von XEROX, welcher gar in 0,7pt lesbar bleibt. Mit dem Font ist es möglich, ein 100-seitiges Buch auf einer A4-Seite zusammenzufassen. Seinen Einsatz findet er in personalisierten Dokumenten wie Zeugnisse, Geburtsurkunden und Ausweispapiere, wo es besonders wichtig ist, dass diese nahezu fälschungssicher sind.
Ich habe die Minuscule mal probehalber auf einem durchschnittlichem Tintenstrahldrucker getestet und ich war überrascht, wie gut sie trotz des eher schlechten Druckverfahrens lesbar ist. Auch wenn die Formen und Ansätze äußerst interessant sind, bleibt der Minuscule eben doch das Manko, einen stark eingeschränkten Einsatzbereich abzudecken.

Ein ausführliches Schriftmuster gibt es hier (PDF).

Fehlerteufel 2





Er hat wieder zugeschlagen!

FF Dax ♥ Helvetica

How to make an FF Dax from Helvetica
Witzig gemacht, auch wenn die Metamorphose von der Helvetica zur Dax stellenweise nur bedingt nachvollziehbar ist.

via

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Bekommt jemand raus, wie viele Plakate zu sehen sind?