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12 Stunden Buchstabenmuseum



Das Berliner Buchstabenmuseum öffnet erstmals seine Tore und präsentiert am 12. Dezember 2008 für zwölf Stunden die bis heute zusammengetragenen typografischen Objekte und Buchstaben.

Ziel des Buchstabenmuseums in Berlin ist es, die Exponate nach einer angemessenen Sammelphase in repräsentativen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der einzelne Buchstabe soll dabei unabhängig vom Alphabet, wertfrei in historischer, künstlerischer, wie experimenteller Form dokumentiert werden.


Mit Rückblick auf meine Abschlussarbeit ist dieses Projekt natürlich absolut lobens- und erwähnenswert und ich hoffe, dass ich es nächste Woche nach Berlin schaffen werde.

Reversi





Kennt noch jemand das Spiel Reversi, welches bereits am Ende des neunzehnten Jahrhunderts von Lewis Waterman entwickelte wurde?
Dieses ist mir vor einer Weile wieder einmal in die Finger geraten und verlangte im Anschluß eines kurzen – und erfolglosen – Spiels förmlich danach, es als Grundlage für eine Punkt-Schrift zu verwenden. Es gibt sicherlich schon genug solcher Matrixschriften, aber in dem Fall war mir die Handarbeit eine ganz willkommene Abwechslung um der Post-Abschluss-Depression etwas aus dem Weg zu gehen. Außerdem ist sie analog!
Auf der Grundlage einer 6×6-Matrix entwickelte ich ein Versal-Alphabet (samt Versal-ß) sowie Ziffern und Sonderzeichen, welches ihr in der Animation auszugsweise sehen könnt. Die anfängliche Euphorie eine formidabel lesbare Fließtextschrift gestaltet zu haben wich in dem Moment, als ich feststellen musste, dass die noch unbenannte »Reversi-Schrift« ihre Schönheit erst ab 300pt Minimum entfalten kann.
Einige Buchstaben sind sicherlich diskutabel, was nicht zuletzt auf das für Pixel- und Punktschriften weniger geeignete geradzahlige Raster zurückzuführen ist. Hat dennoch Spaß gemacht, was bei dieser Arbeit auch der Grundsatz für die Umsetzung war.

Zürich 2008



Die ersten Bilder meines Kurzurlaubs in Zürich sind jetzt online. In den kommenden Tagen werde ich die restlichen Fotos hochladen.

Zeitvertreib



Jeder gelernte Buchbinder wird jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen (zu recht!), aber nach diversen Anläufen bin ich mit den letzten Ergebnissen durchaus zufrieden. In jedem Fall ein guter Zeitvertreib, wenn man mal so gar keine Lust auf den Rechner hat. Mal sehen, wie sich meine »Buchbindekunst« in der täglichen Anwendung schlägt.