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»fundstück«



Webseite des Jahres

Von der aktuellen Wahl zum Wort des Jahres hat in dieser Woche sicherlich jeder gehört. Dass in anderen deutschsprachigen Ländern ebenfalls gewählt wurde, wissen dagegen wahrscheinlich nur die Wenigsten.
Wenn ich mir nun die offizielle Internetpräsenz zum Österreichischen Wort des Jahres der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch anschaue, dann bin ich der Überzeugung, dass man sich gleich noch um den Titel der besten Webseite des Jahres bewerben sollte. Zumindest mir wird sie, im Gegensatz zu vielen aufgeblasenen Designerportfolios, im Gedächtnis bleiben. Aua.
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Filmplakate und Product-Placement



Das in Istanbul beheimatete Büro »Antrepo Design Industry« hat für sechs große Hollywoodproduktionen alternative Filmplakate gestaltet. Der Clou an den ausschließlich typografischen Lösungen ist die Auflistung mehr oder weniger aufdringlich untergebrachter Produkte und Logos verschiedenster Firmen in den Filmen.
Eine schöne Plakatserie, auch wenn ich den limitierten Leinwanddruck in diesem Fall mal so gar nicht mit einem klassischen Filmplakat zusammenbringen kann.
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Liebeserklärung



Wer macht den sowas?

Freefonts bei Neo2



Das spanische Lifestyle-Magazin Neo2 glänzt neben seiner tollen Gestaltung auch durch den Zusatz, dass in jeder Ausgabe ein kostenloser Font per Freischaltcode vorgestellt und angeboten wird. Diejenigen, die das Magazin noch nicht kennen und die vergangenen Ausgaben verpasst haben, können nun an dieser Stelle die gesammelten Freefonts herunterladen.

Schrift im Raum 05

Nachdem die letzten Tage und Nächte zur Fertigstellung der Recherche und deren Dokumentation genutzt wurden, gibt es an dieser Stelle auch mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
Zu sehen gibt es Bilder aus Halle und Leipzig.















fontastischer Zeitvertreib



Auf der Homepage von Kari Pätilä sayitaintslow kann man bei diesem kurzweiligen Font-Quiz seine Schriftkenntnisse unter Beweis stellen. Zugegebenermaßen lässt sich bei vielen der jeweiligen Multiple-Choice-Antworten der angezeigte Font erahnen, Spaß macht die ganze Sache aber trotzdem. Zudem ist für die nahe Zukunft eine Steigerung im Schwierigkeitsgrad angekündigt.
Beim schnellen Durchklicken bin ich auf 32 von 34 möglichen Punkten gekommen. Viel Erfolg!

Piktogramme für lau



Diese und viele weitere Piktogramme werden derzeit auf der Seite des American Institute of Graphic Arts kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Gesamtpaket gibt es hier (.zip); einzelne Piktogramme im .eps- und .gif-Format an dieser Stelle.

Neues Stadtlogo für Dessau-Roßlau?



Dessau-Roßlau bekommt ein neues Stadtlogo, zumindest wenn man nach dem Wunsch von Stephan Willerding geht. In einem Artikel der Mitteldeutschen Zeitung erklärt Willerding die Idee hinter seinem Logo: »‚Mutter Elbe‘ sei prägend für die Verbindung der fusionierten Städte Dessau und Roßlau … das blaue Element, das für Leben steht.« Das Logo soll vor allem die Weltoffenheit der Partnerstadt in die Welt tragen – gekennzeichnet zum einen durch die multikulturelle Prägung und andererseits den in die Welt getragenen Pioniergeist. Das vermeintlich neue Stadtlogo soll der Startpunkt für eine Marketingkampagne sein und im Ergebnis durch die Entwicklung eines Dessau-Roßlauer Leitbildes abgerundet werden.
Wie dem Artikel ebenfalls noch zu entnehmen ist, wird man sich bis zur Einführung des neuen Stadtlogos noch etwas gedulden müssen, da es leider auf »ein offensichtliches Desinteresse der Stadträte« gestoßen ist. Aus diesem Grund hat Willerding es sicherheitshalber patentieren(?) lassen und kündigte nun an, eine GmbH zu gründen, welche sich auf Eventmarketing, Immobilienbewertung und Kommunalberatung spezialisiert.
Dass Dessau-Roßlau in Sachen Stadtlogo ein gebranntes Kind ist, konnte man an dieser Stelle schon einmal feststellen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, 7. März 2008

Parachute Fonts



Die griechische Schriftenschmiede Parachute durfte sich für ihren vielseitigen Fontkatalog schon eine Menge Lob einholen. Um 1999 von Panos Vassiliou gegründet, ist sie heute für ihre vielfältigen Opentype-Familien bekannt.
Eines ihrer größten Mammutprojekte stellt(e) die Entwicklung der Champion Script Pro dar, einem Scriptfont aus zwei Schnitten, welcher mittlerweile ganze 4280 Glyphen zählt. In einer Zeit von circa zweieinhalb Jahren entwickelt, basiert sie auf den Manuskripten des englischen Kalligrafen Joseph Champion aus dem mittleren 18. Jahrhundert.
Diese und weitere interessante Fakten zur Entstehung und Ausarbeitung der Champion kann man nun auf dem neuen Blog von Parachute nachlesen. Sehr empfehlenswert.

kleingedrucktes



Schaut man sich vor allem die unteren Formen der Minuscule an, liegt anfangs die Vermutung nahe, dass man es mit einem der vielen technoiden Displayfonts aus jüngster Vergangenheit zu tun hat – tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall. Die Schriftfamilie des französischen Typografen Thomas Huot-Marchand ist speziell für die Verwendung in kleinen Größen gedacht – je nach Schriftschnitt schrittweise von 6 Punkt (oben) bis hinunter zu 2 Punkt!
Um Schriften in einer solch geringen Größe lesbar zu gestalten, müssen die Buchstaben speziell für die Ausgabegrößen geschnitten werden. Zu Zeiten des Bleisatzes wurden Schriften in verschiedenen, meist wenigen Graden hergestellt. Der Vorteil daran war, dass die Schnitte auf ihre Größe speziell optimiert werden konnten und ein gutes Druckergebnis somit möglich. Im Zeitalter des Computers ist die Entwicklung dagegen so, dass durch die Möglichkeit der Skalierbarkeit von Schriften ihr Einsatzgebiet erweitert wurde, sie aber oft in Größen verwendet werden, für die sie einfach nicht geschaffen wurden. Eine Tendenz zur Gestaltung und Entwicklung von digitalen Schriften für spezielle Ausgabegrößen im Druck ist somit absehbar – in Zukunft wird die Unterscheidung weitaus präziser sein, als die derzeit oft verwendeten Einsatzbereiche für Text und Display.
Um eine Schrift wie die Minuscule zu entwickeln, muss man einige Punkte bei der Charakteristika der Formen beachten: zum einen besitzen Fonts dieser Art eine hohe X-Höhe, wodurch sie optisch weniger kompakt wirken; sehr offen gezeichnete Buchstaben um ein zulaufen der Punzen und Strichkreuzungen im Druck zu vermeiden, robuste (Slab-)Serifen, eine betont vertikale Ausrichtung sowie eine hohe Laufweite, um das Zusammenfließen der Buchstaben beim lesen zu verringern.
Neben der Minuscule gibt es noch Fonts, welche für ähnliche Zwecke konzipiert worden sind. Erwähnenswert in dem Zusammenhang sind die La Formica von Volker Heim und der »MicroText™ Specialty Imaging Font« von XEROX, welcher gar in 0,7pt lesbar bleibt. Mit dem Font ist es möglich, ein 100-seitiges Buch auf einer A4-Seite zusammenzufassen. Seinen Einsatz findet er in personalisierten Dokumenten wie Zeugnisse, Geburtsurkunden und Ausweispapiere, wo es besonders wichtig ist, dass diese nahezu fälschungssicher sind.
Ich habe die Minuscule mal probehalber auf einem durchschnittlichem Tintenstrahldrucker getestet und ich war überrascht, wie gut sie trotz des eher schlechten Druckverfahrens lesbar ist. Auch wenn die Formen und Ansätze äußerst interessant sind, bleibt der Minuscule eben doch das Manko, einen stark eingeschränkten Einsatzbereich abzudecken.

Ein ausführliches Schriftmuster gibt es hier (PDF).