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MEgalopolis Extra



Jack Usines wunderbare Schriftenschmiede SMeltery ist allgemein für ihre typografischen Experimente und unverwechselbaren Schriftgestaltungen bekannt. In diesen Tagen hat der französische Ein-Mann-Betrieb einen neuen Freefont veröffentlicht: MEgalopolis Extra. Im praktischen Opentype-Format vorliegend, zeichnet sich der Font durch allerhand Ligaturen und Alternativ-Varianten aus. MEgalopolis Extra ist eine Überarbeitung der 2004 entstandenen Megalopolis und kann hier (zip, EULA) heruntergeladen werden.

König und Narr - Der Gestalter Kurt Weidemann

Ich glaube dies ist mein erster Fernsehtipp hier überhaupt:
Heute Nacht (0.30 Uhr) zeigt der SWR einen Film über den Stuttgarter Grafikdesigner und Typografen Kurt Weidemann.
»König und Narr - Der Gestalter Kurt Weidemann« ist ein Porträt über den wohl bekanntesten und wahrscheinlich auch polarisierendsten deutschen Gestalter überhaupt. Unbedingt anschauen!

»Filmautor Chris Schaal hat Weidemann zwei Jahre lang mit der Kamera begleitet und zeichnet in diesem liebevollen Film das Porträt eines rastlosen Weltverbesserers und Lebenshungrigen, den das Alter nicht zu stoppen, sondern eher noch zu beflügeln scheint.«

Reversi





Kennt noch jemand das Spiel Reversi, welches bereits am Ende des neunzehnten Jahrhunderts von Lewis Waterman entwickelte wurde?
Dieses ist mir vor einer Weile wieder einmal in die Finger geraten und verlangte im Anschluß eines kurzen – und erfolglosen – Spiels förmlich danach, es als Grundlage für eine Punkt-Schrift zu verwenden. Es gibt sicherlich schon genug solcher Matrixschriften, aber in dem Fall war mir die Handarbeit eine ganz willkommene Abwechslung um der Post-Abschluss-Depression etwas aus dem Weg zu gehen. Außerdem ist sie analog!
Auf der Grundlage einer 6×6-Matrix entwickelte ich ein Versal-Alphabet (samt Versal-ß) sowie Ziffern und Sonderzeichen, welches ihr in der Animation auszugsweise sehen könnt. Die anfängliche Euphorie eine formidabel lesbare Fließtextschrift gestaltet zu haben wich in dem Moment, als ich feststellen musste, dass die noch unbenannte »Reversi-Schrift« ihre Schönheit erst ab 300pt Minimum entfalten kann.
Einige Buchstaben sind sicherlich diskutabel, was nicht zuletzt auf das für Pixel- und Punktschriften weniger geeignete geradzahlige Raster zurückzuführen ist. Hat dennoch Spaß gemacht, was bei dieser Arbeit auch der Grundsatz für die Umsetzung war.