Kennt noch jemand das Spiel
Reversi, welches bereits am Ende des neunzehnten Jahrhunderts von
Lewis Waterman entwickelte wurde?
Dieses ist mir vor einer Weile wieder einmal in die Finger geraten und verlangte im Anschluß eines kurzen – und erfolglosen – Spiels förmlich danach, es als Grundlage für eine Punkt-Schrift zu verwenden. Es gibt sicherlich schon genug solcher Matrixschriften, aber in dem Fall war mir die Handarbeit eine ganz willkommene Abwechslung um der Post-Abschluss-Depression etwas aus dem Weg zu gehen. Außerdem ist sie analog!
Auf der Grundlage einer 6×6-Matrix entwickelte ich ein Versal-Alphabet (samt Versal-ß) sowie Ziffern und Sonderzeichen, welches ihr in der Animation auszugsweise sehen könnt. Die anfängliche Euphorie eine formidabel lesbare Fließtextschrift gestaltet zu haben wich in dem Moment, als ich feststellen musste, dass die noch unbenannte »Reversi-Schrift« ihre Schönheit erst ab 300pt Minimum entfalten kann.
Einige Buchstaben sind sicherlich diskutabel, was nicht zuletzt auf das für Pixel- und Punktschriften weniger geeignete geradzahlige Raster zurückzuführen ist. Hat dennoch Spaß gemacht, was bei dieser Arbeit auch der Grundsatz für die Umsetzung war.